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benommen von der Narkose benommen von der Narkose

24. Februar 2010

 

Heute bin ich aufgestellt und quietschfidel. Das sah gestern aber noch ganz anders aus. Bereits am Morgen nahm das Desaster seinen Lauf. Ich musste mich immer wieder übergeben und wollte nicht fressen. Stattdessen lag ich nur faul herum und war schnell erschöpft. Gingen wir nach draussen, frass ich Unmengen von Gras. Da es auch am Nachmittag nicht besser wurde, packte mich Frauchen kurzerhand ins Auto und fuhr mit mir zur Tierklinik, hatte sie doch Angst, dass ich irgendetwas Vergiftetes gefressen haben könnte (ich wäre schliesslich nicht die erste vergiftete Hündin).

Ein Blutbild wurde erstellt und ein Röntgenbild meines Magens. Der Radiologe stellte einen Fremdkörper in meinem Magen-/Darmbereich fest und vermutete, es könne sich um irgendetwas Textilien ähnliches handeln. Somit hiess es also sofort operieren, da die Gefahr eines Darmverschlusses bestand. Bevor ich realisierte, was mit mir passierte, wurde ich narkotisiert und die Tierärzte versuchten, den Fremdkörper endoskopisch, also via Mund, Speiseröhre, Magen zu entfernen. Zum Glück gelang das, denn diese Operationsmöglichkeit ersparte mir einen Schnitt durch die Bauchdecke und eine längere Genesungszeit. Aus meinem Magen entnommen wurden riesige Grasbüschel, welche sich bereits zu grösseren Ballen verknotet hatten.

Als ich wieder aufwachte, war bereits Frauchen bei mir und half mir, bei meinen ersten wackeligen Gehversuchen...

Mittlerweile bin ich wieder gesund und fit wie eh und je, kriege aber noch ein paar Tage Antibiotika und Tabletten gegen meinen gereizten Magen. Insofern bin ich mit einem blauen Auge davon gekommen, hatte also noch einmal riesiges Glück. Herzlichen Dank an die kompetenten Tierärzte der Bessy's Tierklinik.

15. Februar 2010

 

Gestern habe ich ein Mitglied meines Rudels für immer verloren - Sydney ist über die Regenbogenbrücke gegangen. Viel zu früh musste ich von ihr Abschied nehmen. Mit nicht einmal 8 Jahren hörten ihre Nieren auf zu arbeiten und sie durfte friedlich einschlafen. Auch wenn sie meine stürmische und aufdringliche Art nie mochte, die letzten Tage vor ihrer Reise ins Regenbogenland hat sie immer wieder meine Nähe gesucht, so als wollte sie sich von mir verabschieden. Ich vermisse sie und werde sie nie vergessen.

8. Februar 2010

 

Seit vorgestern habe ich einen neuen Trinknapf. Ich weiss noch nicht, ob ich ihn toll finden soll oder nicht. Auf jeden Fall war Frauchen am Samstag an der Hundemesse 2010 in Winterthur und brachte mir neben einem riesigen Sack Leckerlis und einem neuen Spielzeug diesen Napf mit. Mein ganzes Augenmerk richtete sich natürlich auf die Goodies und das Spielzeug, aber Frauchen füllte nicht ohne Stolz den neuen Napf mit Wasser und tauschte ihn gegen meinen alten Napf aus. Neugierig wie ich bin, nahm ich den Napf genauer unter die Nase und genehmigte mir einen Schluck Wasser - was heisst hier einen Schluck? Eher ein Schlückchen. Währenddessen erklärte Frauchen meinem Herrchen, dass es jetzt fertig sei mit Rumsabbern und Ferkeln und den Überschwemmungen in der ganzen Küche. Man verstehe mal die Menschen. Tatsache ist aber, dass ich nicht mehr so schnell trinken kann und nur noch in kleineren Schlucken. Um meinem Hobby weiter nachzugehen - mein Maul mit Wasser zu füllen, ohne runterzuschlucken vom Napf wegzulaufen und eine Wasserspur zu hinterlassen - muss ich mir was einfallen lassen...
Vielen Dank übrigens für all die lieben Worte und Unterstützungsangebote in Sachen „Rache am bösen Rottweiler". Ich weiss das sehr zu schätzen. Meine körperlichen Wunden verheilen langsam, seelische Wunden waren zum Glück gar nicht da - wer mich kennt weiss, was für eine Wildsau ich sein kann :-)
Mittlerweile habe ich bereits ein neues Wehwehchen. Unter einer kleinen Wunde hat sich Wundwasser angesammelt, welches eine hässliche Beule verursacht. Es schmerzt mich zwar nicht, aber ich bin nicht mehr die Schönste mit dieser Delle. Seit einer Woche muss ich meine tägliche Straussensehne nun neben der Wärmelampe fressen. Der Doktor meinte, es würde so schneller heilen. Bis jetzt ist es aber noch nicht besser geworden. Nun, wir werden wohl noch einpaar Tage so weiter behandeln und sonst halt wieder einmal beim Veterinär vorbei schauen müssen...

19. Januar 2010

 

Oje, ich Arme! Gestern in der Hundeschule wurde ich doch glatt von einem Rottweiler gebissen. Ergebnis: 2 Löcher an meinem Hinterteil. Da ich ja eine taffe Lady bin, habe ich auch gar nicht gequitscht sondern wollte es mit dem Rotti aufnehmen. So habe ich ihm die Zähne gezeigt... aber Frauchen hat mich dann sofort daran gehindert. Aber dem werd ichs im nächsten Training zeigen, schliesslich bin ich doch die Platzkönigin dort!

Die ersten Tage danach war ich ein bisschen plemplem. Meine Zweibeiner meinen, das käme vom Antibiotika und waren diese Woche sehr grosszügig mit mir. Aber ich merke, dass die Zügel jetzt wieder angezogen werden und sie mir nicht mehr alles durchgehen lassen. Momentan jucken mich die Bisse und ich möchte sie ablecken, nur leider sind sie an einer so ungünstigen Stelle, dass ich gar nicht richtig ran komme. Ich glaube, meine Zweibeiner sind sehr froh darüber.

18. Januar 2010

 

Gestern durfte im Reckenholz mal etwas ganz Neues ausprobieren. Frauchen hatte uns für einen eintätigen ZOS (= Zielobjektsuche)-Kurs angemeldet.

Diese Beschäftigungsart für Hunde ist ein umfassendes und effektives Auslastungsmodell. Die Suche nach beliebig kleinen Gegenständen (kein Futter oder Spielzeug) belastet den ganzen Organismus der Hunde (psychisch wie physisch). Viele darauf trainierte Hunde verlieren auch im Alltag zunehmend das Interesse an von uns unerwünschten Verhaltensweisen, wie Jogger jagen, andere Hunde, etc. und kanalisieren ihr Interesse immer mehr in die Zielobjektsuche.
Das durch geschicktes Aufbautraining, ohne jeglichen Zwänge und mit dem Clicker, erweckte Interesse an kleinen Gegenständen, z.B. Kugelschreiber, Feuerzeuge etc. kann in relativ wenigen Ausbildungsabschnitten erreicht werden.
Angezeigt werden die Gegenstände durch Ablegen des Hundes direkt vor dem Suchobjekt. Die hohe Kunst ist es, wenn die Hunde später die Gegenstände optisch nicht mehr wahrnehmen können und nur das Geruchsfeld angezeigt werden darf.

Somit durfte ich dann Frauchens Taschenmesser auf einem kleinen Übungsgelände suchen, was gar nicht so einfach war, ist es doch weder Futter noch Spielzeug. Nachdem meine Chefin dann auch endlich ihr Handling mit Zielobjekt (Messer), Klicker und Belohnung im Griff hatte (wieso sind die Menschen auch immer so langsam und kompliziert?), konnte ich dann endlich Vollgas geben. Am Ende des Tages gelang es mir sogar, neben dem Taschenmesser ins Platz zu gehen und es so anzuzeigen.

Hätte ich eine kompetentere Führerin gehabt, wäre ich wohl am Mittag schon so weit gewesen, haha!

Dieser Tag war für uns beide sehr spannend und lehrreich, aber auch ziemlich anstrengend. Am Abend konnte ich nur noch den Löli machen und schlafen, wie ihr auf dem Foto seht.

9. Januar 2010

 

Da Buddy und ich schon seit über drei Wochen Winterpause im Obedience haben, sehen wir uns zur Zeit nicht so regelmässig. Umso mehr freuten wir uns auf einen gemeinsamen Spaziergang. Buddy und ich sind zusammen ein unschlagbares Team - zusammen sind wir stark und unbezwingbar, gell, Buddy. Da kann man es auch ohne weiteres mit einer Gruppe Pferden oder anderen Hunden aufnehmen...

Nächste Woche beginnt dann endlich unser Training wieder, worauf wir uns beide schon sehr freuen, vor allem auf die unbeobachteten Momente, wo wir frech abschleichen, um zusammen zu spielen. Ich hoffe doch, dass es auch dieses Jahr immer mal wieder solche Momente gibt.

8. Januar 2010

 

Nach langer, langer Zeit habe ich endlich wieder einmal meinen Bruder Sam getroffen. Unsere beiden Frauchen verabredeten sich zu unserer Freude zu einem gemeinsamen Spaziergang, was für Sam und mich nichts anderes hiess als 2 Stunden spielen, spielen, spielen! Das war ein Riesenspass, denn Sam hat es ebenso faustdick hinter den Ohren wie ich :-)

Den Rest des Tages war ich nicht mehr ansprechbar und war im tiefsten Land der Träume.

4. Januar 2010

 

Bereits gehören die Weihnachtstfeiertage und mein zweiter Geburtstag der Vergangenheit an. Wie ich ja schon lange den Gesichtern meiner Zweibeiner angesehen hatte, wurde ich an diesen Tagen extrem verwöhnt und reichlich beschenkt. Meine Spielzeugkiste platzt mittlerweilen aus allen Nähten und auch die Leckerlieschublade ist seither prall gefüllt.

Bereits einen Tag nach meinem 2. Geburtstag fuhr ich mit meinen Zweibeinern für eine Woche nach Südfrankreich. Wie schon letzten Winter wohnten wir in einem kleinen Ferienhäuschen in St-Pierre-Sur-Mer in der Nähe von Narbonne. Während ich den tollen Garten genoss, wo ich unter anderem eine tote Schlange aufspürte, waren meine Menschen vor allem von der tollen Meersicht fasziniert.

Bei angenehm milden Temperaturen genoss ich ausgiebige Spaziergänge an den endlosen und menschenleeren Stränden. Was war das für ein Spass im Sand herumzutollen! Abends war ich jeweils so erschöpft von den täglichen Erlebnissen, dass ich sogar den Jahreswechsel verschlief und erst eine Viertelstunde später meinen Zweibeinern freudig entgegenlachte - dafür habe ich dann wirklich mein schönstes Lächeln hervorgezaubert.

Meine Ferien waren wirklich perfekt bis zu dem Moment, als ich vom Tod meines Schwesterchens Divine erfahren habe. Nur drei Tage nach unserem 2. Geburtstag ist sie für immer friedlich eingeschlafen und über die Regenbogenbrücke gegangen.

Divine-Schwesterchen, wir vermissen dich und werden dich nie vergessen.

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