Der Dalmatiner


Woher der Dalmatiner kommt, ist bis heute unklar. Man vermutet, dass er etwa 4000 Jahre alt ist, seinen Ursprung in Indien hat und über Dalmatien nach England gekommen ist. 1890 wurde in England der erste Rassestandard für den Dalmatiner festgeschrieben und man klassifizierte ihn in die FCI - Gruppe 9 der Gesellschafts- und Begleithunde, was dem Dalmatiner jedoch nicht gerecht wurde. Seit Anfang 1997 gehört er nun zu der Gruppe 6 der Lauf- und Schweisshunde.

 

Mit Sicherheit war der Dalmatiner einmal Jagdhund, dies ist auf zahlreichen Skizzen zu erkennen. Die Engländer verwendeten den eleganten Laufhund im 17. und 18. Jahrhundert vor allem als Begleit- und Wachhund für Kutschen und Pferdeställe. Daher kam es dass man ihn irgendwann als "Kutschenhund" bezeichnete. Als die Feuerwehrwagen noch von Pferden gezogen wurden, liess man Dalmatiner in Amerika vorweg laufen, damit sie den Weg zum Brandherd wiesen. Auch heute noch ist der Dalmatiner das Maskottchen der amerikanischen Feuerwehren.

 

Auszüge aus dem FCI-Standard Nr. 153

 

Verwendung
Gesellschaftshund, Familienhund. Zur Abrichtung für verschiedene Zwecke geeignet.

 

Klassifikation F.C.I
Gesellschaftshund, Familienhund. Zur Abrichtung für verschiedene Zwecke geeignet.

 

Allgemeines Erscheinungsbild
Der Dalmatiner ist ein gut proportionierter, markant getupfter, kräftiger, muskulöser und lebhafter Hund. Er ist symmetrisch in seinen Umrissen, frei von Grobheiten und Schwerfälligkeiten und als früherer "coach dog" fähig, bei beträchtlicher Geschwindigkeit sehr ausdauernd zu laufen.

 

Wesen
Angenehmes Wesen, freundlich, nicht scheu oder zurückhaltend, frei von Nervosität und Aggressivität.

 

Haarkleid
Haar: Kurz, hart, dicht glatt und glänzend
Farbe: Die Grundfarbe ist rein weiss. Schwarze Tupfen beim schwarzen Farbschlag und leberbraune beim braunen Farbschlag. Die Tupfen sollen nicht ineinanderlaufen, rund, klar begrenzt und möglichst gut verteilt sein. Die Grösse soll 2 - 3 cm im Durchmesser betragen. Tupfen am Kopf, an der Rute und an den Gliedmassen sollen kleiner sein als auf dem Körper.

 

Grösse und Gewicht
Die Ausgewogenheit aller Proportionen ist von hoher Bedeutung.
Widerristhöhe Rüden: 56 - 61 cm, Hündinnen: 54 - 59 cm
Gewicht Rüden: ca. 27 - 32 kg, Hündinnen: ca. 24 - 29 kg

 

Sein Charakter
Anpassungfähig, weder ängstlich noch nervös oder aggressiv. Offen und humorvoll, ein unkomplizierter Hund der sich (fast) allen Lebensgewohnheiten anpasst, jedoch am liebsten überall mitgenommen werden will. Verträgt das Alleinsein schlecht, eignet sich keinesfalls für eine Zwingerhaltung. Je nach durchlebter Prägung kann der Dalmatiner alles werden zwischen zartbesaitet bis wagemutig und sehr selbstsicher. Auf unlustvolle Empfindungen oder Stimmungen in seiner Umgebung reagiert er, indem er den „Kopf hängen lässt". Ebenso wenig erträgt er Streit oder Melancholie in seiner Familie. Rassetypisch ist sein Grinsen: Er zeigt seine Freude und Zufriedenheit mit gekrauster Nase, hochgezogenen Lefzen, glänzenden Augen und peitschender oder kreisender Rute. „Zähnezeigen" ist sein Liebesbeweis. Fremden gegenüber ist er eher reserviert - zurückhaltend, aber fast immer freundlich. Im Haus und auf Spaziergängen ist er ein zuverlässiger Wächter. Er zeigt viel Mut und verteidigt sich tapfer, wenn er herausgefordert wird. Seine Jagdleidenschaft hält sich in Grenzen und kann bei konsequenter Erziehung gut unter Kontrolle gehalten werden. Wildtieren gegenüber zeigt er kaum Interesse.

 

Seine Bedürfnisse
Als Bracke oder Laufhund zeigt der Dalmatiner Lust und Ausdauer am Laufen, zu Fuss, neben dem Velo oder dem Pferd. Er ist kein Hund für Stubenhocker und bereits nach kurzer Erholung wieder fit und unternehmungslustig. So gerne er sich draussen bewegt, döst er am liebsten in „seiner privaten Ecke"an einem warmen, zugluftgeschützen Ort im Wohnbereich. Er mag geschlossene Türen überhaupt nicht, sondern möchte jederzeit wissen, wo seine Familie ist. Er liebt einen weiche Unterlage in seinem Korb und schätzt es, wenn er oft frische Überzüge erhält (empfiehlt sich sowieso präventiv gegen Parasiten). Er mag es reinlich und frisch - auf dem Spaziergang umgeht er, wenn möglich, die Pfützen. Der Dalmatiner braucht Erziehung, Zuneigung und Beschäftigung.